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I
Wanna Fuck
Seichte Schlager unterlegt mit
peppigen Beats – und auch aggressive Aufforderungen zum
Geschlechtsakt in Punk-Rock-Manier. So gibt sich Brother
Love Canal, eine extravagante Gruppe aus dem kanadischen
Montréal. Ihre erste Langspiel-CD "Little Tingles" ist
auch in Deutschland als Import zu erhalten – und wird
wohl bald in schwulen Wohnzimmern und in Schwuppenclubs
ihre Heimat finden. Auf kanadischen CSDs ist das Trio
schon seit Jahren zu Hause.
Kopf des Brother Love Canal ist der schwule Steve Diguay.
Er ist ein Verwandlungskünstler: Vor Auftritten sieht er
aus wie eine Mischung aus Buddy Holly und Bill Gates –
wenn es aber los geht und die Schminke sitzt, greift er
zur Gitarre und geht ab wie von der Tarantel gestochen.
Die Band gründete er 1998 mit seinem Kumpel Matt Lucien
und der Sängerin Leslea Keurvorst, der man anmerkt, dass
sie Klassik, Jazz und asiatischen Gesang studiert hat.
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Das
Album beginnt mit dem Song Longfellow Serenade, einem
Neil Diamond-Cover – gespielt in einer Art Europop-Version
mit der klaren Stimme von Leslea. Danach geht es bunt
weiter, wobei jeder der drei Bandmitglieder mal zum
Mikro greift. Die Texte – als Gruppe aus dem
frankokanadischen Québec singen sie einige Lieder auf
Französisch – erzählen von allen Phasen der Beziehungen:
Da heißt es "Hold Tight", und "Forever", aber auch "Get
Out" und dann wieder die Aufforderung "I Wanna Fuck".
Letzterer Song ist im Moment der Kulthit im kanadischen
Uniradio und soll nun auch den US-amerikanischen Markt
erobern. Allerdings muss Texter Steve Diguay dafür noch
den Text ändern: Das Wort "Fuck" darf in den USA im
Radio weder gesagt noch gesungen werden. |
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Brother Love Canal |
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